Einführung
Die Diabetologie ist ein Teilbereich der Humanmedizin, der sich mit der Prophylaxe, Diagnose, Therapie und Erforschung des Diabetes mellitus beschäftigt. Klinisch ist dieses Fachgebiet der Inneren Medizin zuzuordnen. Weiterhin kann es zum internistischen Teilbereich der Endokrinologie gezählt werden.
Facharztpraxen für Diabetologie sind auschließlich für Probleme in Bereich des Diabetes mellitus zuständig. Da unsere Praxis als hausärztliche Praxis zugelassen ist, ist es möglich breite hausärztliche Medizin mit dem Fachwissen eines Diabetologen zu verknüpfen. Sie können sich zeit- und nervenraubende Besuche in einer Facharztpraxis sparen.
``Versteckter Zucker``

Von der ererbten Veranlagung bis zum endgültigen Diabetes-Ausbruch spricht man vom „latenten“ oder „subklinischen“ Diabetes. Dieser auch so genannte versteckte Diabetes wird in medizinischen Fachkreisen als pathologische Glucosetoleranz bezeichnet.

Zur Diagnose wird der orale Glucosetoleranztest herangezogen. Dieser beginnt morgens nach zehnstündiger Nüchternheit mit der Bestimmung des Blutzuckers. Drei Tage vorher sollten ausreichend Kohlenhydrate gegessen werden (mindestens 150 g Kohlenhydrate pro Tag). Danach werden 75 g Zucker als Getränk verabreicht. Zwei Stunden später wird der Blutzucker nochmals bestimmt. In der Zwischenzeit darf weder gegessen, geraucht noch körperlich anstrengend gearbeitet werden.
Der Arzt führt diesen Test bei Verdacht auf eine gestörte Glukosetoleranz , einen Typ-2-Diabetes oder einen Schwangerschaftsdiabetes durch. Er wird für Personen über 45 Jahre mit einem BMI über 25 empfohlen und ebenso, wenn zusätzliche Risikofaktoren bestehen. Als solche gelten Bluthochdruck, Koronare Herzkrankheit (KHK), hohe Blutcholesterinwerte, ein Schwangerschaftsdiabetes in der Vorgeschichte sowie Verwandte mit Typ-2-Diabetes.
Liegt der Blutzuckerspiegel nach zwei Stunden über 140 mg/dl Blut, besteht ein dringender Diabetes-Verdacht. Bleibt der Blutzucker über 200 mg/dl Blut, so liegt mit großer Wahrscheinlichkeit ein manifestierter Diabetes vor.
Periphere Neuropathie

Neuropathie – auch Polyneuropathie genannt (griechisch für „Viel-Nerv-Krankheit“) – ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen des peripheren Nervensystems. Zum peripheren System gehören alle Nerven im Körper, ausgenommen die Nervenzellen im Gehirn und im Rückenmark. Rund drei Prozent der Bevölkerung sind von einer Neuropathie betroffen.Bei einer Neuropathie sind die Nerven geschädigt. Die Ursachen sind sehr unterschiedlich. Die weitaus häufigste Ursache ist eine Diabetes-Erkrankung.

Mögliche Symptome bei einer Neuropathie:

Sensibilitätsstörungen, Ameisenlaufen oder brennende Schmerzen, Pelzigkeit oder Taubheit in der betroffenen Region, Gleichgewichtsstörungen, Unsicherheit beim Gehen, Gestörtes Temperatur- und Schmerzempfinden, fehlende Muskelreflexe, Muskelschwäche bis hin zum Muskelschwund.
Diabetischer Fuß
Richtig gefährlich wird eine Neuropathie für Diabetiker, wenn das Schmerzempfinden gestört ist. Dann kann bereits ein kleines Steinchen im Schuh zu großen Problemen führen:
Da Diabetiker oft auch unter Durchblutungsstörungen und einer schlechteren Immunabwehr leiden, entwickelt sich aus einer kleinen Wunde schnell ein tiefe Verletzung. Die gefährlichen Geschwüre werden auch als „diabetisches Fußsyndrom“ bezeichnet, das im schlimmsten Fall mit einer Amputation des betroffenen Körperglieds enden kann.
Allein in Deutschland müssen Chirurgen pro Jahr Tausenden Diabetikern ein Fuß oder Bein abnehmen. Die diabetische Neuropathie ist leider nicht heilbar. Eine gute Blutzuckereinstellung, ein gesunder Lebensstil mit viel Bewegung und eine regelmäßige Fußpflege können jedoch den Ernstfall einer Amputation verhindern.